Ozoneinsatz fördert biologische Filterung

Tatsächlich zeigen unsere Erfahrungen, daß sich Ozoneinsatz und biologische Filterung sehr positiv ergänzen. Dies hat Hückstedt bereits 1960 beschrieben:

Es wäre noch zu erörtern, inwiefern Ozonisierung und biologische Bakterientätigkeit zusammenspielen. Die Befürchtung, dass durch Ozon nicht nur die schädlichen, sondern ebenfalls auch die nützlichen Bakterien (zum Beispiel Nitrifikationsbakterien) getötet werden könnten, ist durchaus einleuchtend. Merkwürdigerweise sind sie unbegründet. Entweder tummeln sich die Bakterien nicht frei im Wasser und halten sich zum größten Teil im Bodengrund oder an den Algen auf, oder sie wachsen schneller nach als sie sterben. Sehr wahrscheinlich ist beides der Fall. Sicher ist nur, dass Nitrifikationsbakterien, wenn erst einmal vorhanden, ohne Ozon leichter aussterben können als mit Ozon.

(Aquarientechnik S. 20).

Diese Erscheinung kann durch zwei Dinge erklärt werden. Nitrifizierende Keime sind sauerstoffliebende Keime und bevorzugen daher das mit Ozon behandelte Wasser. Zum Zweiten ist Ozon in der Lage, langkettige Moleküle, die durch die Biologie nicht oder nur schwer abgebaut werden können, in kurzkettige Verbindungen zu oxidieren. Dadurch werden schädliche Substanzen in Nährstoffe für Bakterien umgeformt.